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denk!MAL Dein Engagement ist gefragt!
erinnern und gestalten. treffpunkt berliner jugendinitiativen |
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BegleitprogrammZwischen November und Januar – jeweils donnerstags um 15 Uhr - bietet das Projektteam von denk!MAL in einem Begleitprogramm Besuche in verschiedenen Museen und Gedenkstätten an, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Wir vom Projektbüro denk!MAL würden auch gerne Kontakte zwischen den verschiedenen Teilnehmern und Gruppen im Vorfeld der Abschlussveranstaltung vermitteln. Falls es Euch interessiert, wie andere mit den Themen und Problemen umgehen, die Euch beschäftigen, oder wenn Ihr wissen wollt, in welchem Umfeld und mit welchen Ideen andere engagierte Jugendprojekte arbeiten, dann meldet Euch bitte einfach bei uns, damit wir gegenseitige Besuche oder ein Treffen möglich machen können. komm!MIT zur:
Hier die Termine und Veranstaltungen:
Bei Interesse setzt Euch bitte direkt mit Benno Gammerl in Verbindung:
Benno.Gammerl@parlament-berlin.de Bitte meldet Euch bis spätestens eine Woche vor dem Termin bei uns an! Alle Führungen und Besuche sind kostenfrei!
Hier sind einige Informationen zu den Terminen und Veranstaltungen: 20.11.03- Erinnerungsorte in Mitte:
Treffpunkt ist um 15 Uhr am Denkmal auf dem Koppenplatz.
27.11.03 - Topographie des Terrors: Auf dem sogenannten Prinz-Albrecht-Gelände, zwischen Niederkirchnerstraße, Wilhelmstraße und Anhalter Straße, hatten Gestapo, SS, SD und später das Reichssicherheitshauptamt ihren Sitz. Hier funktionierte die bürokratische Maschinerie des NS-Terrors, hier wurden Verfolgungen, Liquidierungen und der Völkermord geplant und verwaltet. Die Freiluft-Ausstellung „Topographie des Terrors“ informiert über die Geschichte des Ortes und über die Verbrechen, die hier verübt wurden. Nach einer Führung durch die Ausstellung können in einer Diskussionsrunde Fragen, Eindrücke und Kommentare besprochen werden.
4.12.03 - Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen: Das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg wurde im Sommer 1936 errichtet. Insgesamt waren hier etwa 200 000 Häftlinge eingesperrt: politisch und rassistisch Verfolgte, Juden, Sinti und Roma, Kriegsgefangene, Homosexuelle, so genannte „Arbeitsscheue“ und so genannte „Berufs-, Gewohnheits- und Sittlichkeitsverbrecher“. Zehntausende starben an Hunger, Kälte, Erschöpfung; sie erlagen Krankheiten, Seuchen oder den Folgen von Misshandlungen; sie wurden in Massenmordaktionen getötet. http://www.gedenkstaette-sachsenhausen.de
11.12.03 - Ehemaliges Zwangsarbeiterlager in Schöneweide: Das letzte komplett erhaltene Zwangsarbeiterlager Berlins befindet sich an der Britzer Straße im Bezirk Treptow-Köpenick. Der Barackenkomplex erstreckt sich zwischen der Britzer, der Köllnischen und der Rudower Straße. In dem ab 1943 gebauten so genannten ‚Italienerlager’ waren rund 500 italienische, französische und belgische Zwangsarbeiter interniert, die in Berlin zu Bau-, Luftschutz- und Räumarbeiten gezwungen wurden. In der anderen Hälfte des Doppellagers 75/76 dienten zwei Baracken zeitweise als KZ-Außenlager für weibliche Häftlinge, die bei der Batteriefabrik Pertrix arbeiten mussten. Die Erinnerungsarbeit an diesem Ort wird auf private Initiative von einem Förderkreis vorangetrieben. Die Berliner Geschichtswerkstatt bietet dankenswerterweise eine Führung an. Nach der Begehung des Geländes wird auch noch Zeit sein für ein Gespräch über das Thema Zwangsarbeit, dessen historische und politische Aufarbeitung gerade in ihren Anfängen steckt. http://www.zwangsarbeit-in-berlin.de/schoeneweide/index.htm
18.12.03 - Ausstellung zur Euthanasie in der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik: In den Räumen der ehemaligen Wittenauer Heilstätten, also an einem der Tatorte, zeigt die Ausstellung „Totgeschwiegen 1933-1945“ die brutale Logik und die Schrecken der „Euthanasie“. Als „lebensunwertes Leben“ und „Schädlinge am Volkskörper“ wurden geistig und körperlich behinderte Menschen von den Nazis zwangssterilisiert, deportiert und ermordet. Erst in den letzten Jahren rückte dieses groß angelegte und durchorganisierte Verbrechen, nach 1945 fast vollständig verdrängt, stärker ins öffentlich-historische Bewusstsein. Diese Ausstellung dokumentiert den Massenmord an den behinderten Menschen in seinen ideologischen, bürokratischen und wissenschaftlichen Zusammenhängen, aber auch in seinem unbegreiflichen Horror. Nach der Besichtigung wird Frau Christina Härtel, die die Ausstellung miterarbeitet hat, Fragen beantworten und für eine Diskussion zur Verfügung stehen.
8.01.04 - Haus der Wannsee-Konferenz In idyllischer Lage am Wannsee wurde im Januar 1942 über die organisatorische Durchführung des bereits beschlossenen Völkermords an den Juden beraten. Das von Adolf Eichmann verfasste Protokoll der sogenannten Wannsee-Konferenz beschreibt in amtsdeutschen Formeln den Plan für den Holocaust. Die Ausstellung stellt die Konferenz und das Protokoll in ihren geschichtlichen Zusammenhang und zeigt die Schrecken der Umsetzung des Völkermords. Die Inhalte und Exponate sollen in Kleingruppen aufgearbeitet und abschließend allen anderen vorgestellt werden.
15.01.04 -
Blindenwerkstatt Otto
Weidt und Anne Frank Zentrum:
In der Blindenwerkstatt versteckten sich während der NS-Zeit mehrere Juden. Mit Hilfe des Kleinfabrikanten Otto Weidt versuchten sie, der Verfolgung durch die Gestapo zu entkommen. Die Ausstellung „Blindes Vertrauen - Versteckt am Hackeschen Markt 1941-1943“ dokumentiert am historischen Ort die Situation dieser Menschen, die ständig von Deportation und Ermordung bedroht waren. Und sie zeigt auch, wie manche den Verfolgten in dieser schlimmen Lage halfen. Die Ausstellung „Anne Frank – eine Geschichte für heute“, gleich neben der Blindenwerkstatt, dokumentiert das Schicksal der weltbekannten Tagebuchschreiberin. Anne Frank - 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren – konnte sich während des Naziterrors mit ihrer Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus verbergen, bis sie 1944 entdeckt und deportiert wurde. 1945 starb sie im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Zusammen vermitteln die beiden Ausstellungen gerade, aber nicht nur jüngeren Besuchern einen starken Eindruck vom Leid der von den Nazis verfolgten und ermordeten Juden.
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